Edge-Geräte, die im Feld laufen und sich sicher aktualisieren lassen

Ihre Maschinen stehen beim Kunden, in Netzen, die Sie nicht kontrollieren. Wir bauen die Software auf dem Edge-Gerät so, dass sie offline weiterläuft und Updates trotzdem ankommen.

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Das Problem

Die Software auf der Anlage wird bei der Inbetriebnahme aufgespielt. Danach fährt entweder ein Techniker hin, oder sie bleibt, wie sie ist. Nach ein paar Jahren läuft auf jedem Gerät eine etwas andere Version, und niemand weiß genau, welche.

Dazu kommt das Netz. Ihre Kunden schotten ihre Produktionsnetze ab, Verbindungen brechen ab, Ports sind gesperrt. Eine Lösung, die dauerhaft mit der Cloud verbunden sein muss, scheitert dort.

Embedded Linux, Geräteidentität und OTA-Updates

Auf dem Edge-Gerät läuft ein schlankes Embedded Linux, die Anwendung läuft in Containern. Das Gerät liest die Daten der Steuerung, verarbeitet sie vor Ort und erledigt seine Aufgabe auch ohne Verbindung. Daten werden gepuffert und übertragen, sobald das Netz wieder da ist.

Jedes Gerät bekommt bei der Inbetriebnahme eine eigene Identität: Schlüssel, Seriennummer, Zuordnung zur Anlage. Damit wissen Sie, welches Gerät spricht, und können es gezielt aktualisieren oder sperren.

Updates für Betriebssystem und Anwendung kommen per OTA. Die Build-Pipeline baut Multi-Arch-Images, auch für ARM, versioniert jede Auslieferung und bringt sie vom Commit bis aufs Gerät. Ausgerollt wird schrittweise: erst ein Testgerät, dann eine kleine Gruppe, dann die Flotte.

Ein Inventar zeigt, welche Version auf welchem Gerät läuft und wie es konfiguriert ist. Das ist die Grundlage, um Schwachstellen später gezielt zu schließen.

Was Sie bekommen

  • ein Geräte-Image mit dokumentiertem Provisioning für die Inbetriebnahme
  • eine Build- und Update-Pipeline in Ihrer GitLab-Instanz oder Ihrer CI
  • eine Rollout-Strategie, die zu Ihren Kunden und Servicezeiten passt
  • eine Übersicht über die Flotte: Versionen, Konfiguration, Zustand
  • auf Wunsch den laufenden Betrieb, sonst eine Übergabe an Ihr Team

Grenzen

Wir übernehmen alles ab der Steuerung. Das SPS-Programm, Elektrik und Sensorik bleiben bei Ihnen oder unserem Partner aus der Automatisierungstechnik. Die Hardware wählen Sie, wir beraten dabei. Eine Zertifizierung nach IEC 62443 bieten wir nicht an.

Häufige Fragen

Funktioniert das mit unserer vorhandenen Hardware?

Wenn auf dem Gerät ein Linux läuft und genug Speicher für zwei Systempartitionen vorhanden ist, ist das eine gute Ausgangslage. Bei BLUECTRL sind es Revolution Pi mit Embedded Linux und Docker. Ob es konkret passt, prüfen wir im Technik-Check. Wir verkaufen keine Hardware und binden Sie an keinen Hersteller.

Was passiert, wenn ein Update auf einem Gerät fehlschlägt?

Mender schreibt Systemupdates in eine zweite Partition und schaltet erst um, wenn das neue System sauber startet. Gelingt das nicht, startet das Gerät wieder die bisherige Version. Ausgerollt wird zuerst auf einzelne Geräte, dann auf die Flotte.

Brauchen die Geräte dauerhaft eine Internetverbindung?

Nein. Das Gerät erfüllt seine Aufgabe auch ohne Verbindung und puffert Daten. Updates und Daten werden übertragen, sobald wieder eine Verbindung besteht.

Müssen wir Mender verwenden?

Nein. Mender kennen wir aus dem Feldeinsatz bei BLUECTRL. Haben Sie schon einen Update-Mechanismus, bauen wir darauf auf.

Ist das dasselbe wie Fernwartung?

Nein. Fernwartung meint meist einen VPN-Zugang, über den ein Techniker auf eine einzelne Maschine zugreift. Wir bringen Software und Updates ohne diesen Einzelzugriff auf die ganze Flotte. Eine vorhandene Fernwartung kann daneben bestehen bleiben.

Was hat das mit dem Cyber Resilience Act zu tun?

Wer Sicherheitsupdates über Jahre liefern muss, braucht einen verlässlichen Weg aufs Gerät. Wie wir Updates, Stücklisten und Schwachstellen-Monitoring zusammenbringen, beschreiben wir unter Updates und Security im Lebenszyklus.

Erzählen Sie uns von Ihren Maschinen

Beschreiben Sie kurz Ihre Anlage und was nicht funktioniert. Wir sagen Ihnen, ob und wie wir helfen können.